Zentrale Anlaufstelle für geflüchtete Menschen

Grafenberger Allee 300, 40237 Düsseldorf
Tel.:  0211 / 692-3333
Fax:   0211 / 692-4213333
e-mail: jobcenter-Duesseldorf.integration-point.at.jobcenter-ge.de

Im September 2015 haben Jobcenter, Agentur für Arbeit und Landeshauptstadt Düsseldorf den bundesweit ersten „Integration Point“ als zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge eröffnet. Hier werden rechtskreisübergreifend Hilfen für die berufliche Integration und die Sicherung des Lebensunterhalts für Flüchtlinge mit Bleiberechtsperspektive und Wohnsitz in Düsseldorf angeboten.

Nach dem Vorbild der vernetzten Zusammenarbeit im Jugend-Job-Center arbeiten mittlerweile 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Integration Point. Sie treten den Flüchtlingen mit der gebotenen Willkommenskultur gegenüber und helfen ihnen dabei, bürokratische und sprachliche Hürden zu nehmen. Die im Integration Point eingesetzten Kolleginnen und Kollegen sprechen neben Deutsch auch Englisch, Französisch, Kurdisch oder Arabisch, zum Teil auf Muttersprachniveau.
Darüber hinaus ist die Landeshauptstadt Düsseldorf mit dem Jugendamt und der Ausländerbehörde in den Integration Point eingebunden.

Durch die rechtskreisübergreifende Organisation können ratsuchende Flüchtlinge an einem gemeinsamen Kundenportal vorsprechen und werden dann in Abhängigkeit von Anliegen und Aufenthaltsstatus an die jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Integration Point weitergeleitet. Bei Vorliegen der Voraussetzungen werden hier auch Anträge auf SGB II-Leistungen gestellt und bearbeitet: 

Wer kann einen Antrag im Integration Point stellen?

Neuantragsteller, die dem Personenkreis „geflüchtete Menschen“ zuzuordnen sind, melden sich bitte im Eingangsbereich am Empfang „Integration Point“. Dort erhalten Sie einen Termin im Integration Point. 

Zu diesem Personenkreis gehören insbesondere Neuantragsteller, die noch keine SGB II- Leistungen im Bundesgebiet erhalten haben, unabhängig vom Einreisedatum, nach folgenden Rechtsgrundlagen: 

• § 25 Abs. 1 Aufenthaltsgesetz: anerkannte Asylbewerber/innen
• § 25 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz: subsidiärer Schutz bzw. Flüchtlingsstatus nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt
• § 25 Abs. 3 Aufenthaltsgesetz: Abschiebeverbot
• § 25 Abs. 5 Aufenthaltsgesetz: Duldung seit 18 Monaten

Maßgeblich ist die Zugehörigkeit zum genannten Personenkreis. Auch Flüchtlinge, die wohnungslos sind, werden vom Integration Point bis zur abschließenden Bearbeitung des Neufalles, d.h. bis zur Anmietung und Erstausstattung der ersten eigenen Wohnung, längstens jedoch 6 Monate, betreut.

Neuantragsteller nach
• § 29 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz: Nachzug des Ehegatten und dem minderj. Kind(er)
• § 30 Abs. 1 Pkt. 3c Aufenthaltsgesetz: Nachzug des Ehegatten
• § 32 Abs. 1 Nr. 1 Aufenthaltsgesetz: Nachzug minderjähriges und lediges Kind(er)

wenden sich bitte nicht an den Integration-Point, sondern an einen der drei Regel-Standorte des Jobcenters. Gleiches gilt Neuantragsteller, die schon in anderen Städten oder Gemeinden des Bundesgebietes SGB II-Leistungen bezogen haben.
Welcher Regel-Standort für die Antragstellung der richtige ist, hängt von der Postleitzahl der Wohnung des schon hier lebenden Familienmitglieds bzw. der geplanten neuen Wohnung ab. Näheres erfahren Sie in der Standortsuche.

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