Geld für Wohnung und Heizung

Auch die sog. Bedarfe für Unterkunft und Heizung sind Bestandteil von Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld. Soweit diese Bedarfe angemessene Beträge nicht übersteigen, können die tatsächlichen Kosten vom Jobcenter übernommen werden. § 22 SGB II

Die Angemessenheit ergibt sich aus der Anzahl der Personen in der Bedarfsgemeinschaft, der Größe der Wohnung sowie des Mietpreises je Quadratmeter und der Art der Heizung.

Die Angemessenheitsgrenzen werden von der Stadt Düsseldorf auf Grundlage der Kriterien des sozialen Wohnungsbaus und des örtlichen Mietniveaus bzw. Heizkostenspiegels festgelegt und regelmäßig aktualisiert.

Die aktuellen Mietobergrenzen (Kaltmiete inkl. Nebenkosten ohne Heizkosten) können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen.
Zusätzlich können tatsächlich anfallende Heizkosten übernommen werden, wenn diese angemessen sind.

Mietobergrenzen (seit 01.09.2016)

Anzahl der PersonenMietobergrenze
(inkl. NK, ohne Heizung)
1 Person415 €
2 Personen515 €
3 Personen652 €
4 Personen805€
5 Personen1061 €
jede weitere Person+145 €

Nichtprüfungsgrenze bei Bestandswohnungen

Sofern Sie bereits vor Eintritt in den Leistungsbezug eine Wohnung aus eigenem Einkommen und Vermögen angemietet oder finanziert haben und der Leistungsbezug zum Zeitpunkt der Anmietung nicht absehbar war, können die höhere Mietobergrenzen anerkannt werden. In Abhängigkeit von der Anzahl der im Haushalt lebenden Angehörigen können dann folgende Mietpreise berücksichtigt werden:

Anzahl der PersonenNichtprüfungsgrenze
(inkl. NK, ohne Heizung)
1 Person457 €
2 Personen566 €
3 Personen718 €
4 Personen886€
5 Personen1067 €
jede weitere Person+160 €

Die angegebenen Richtwerte gelten in analoger Anwendung auch für Zinszahlungen bei selbstgenutztem Wohneigentum. 

Was passiert, wenn die bisherige Wohnung zu teuer ist?

Wenn Sie in einer Wohnung leben, deren tatsächliche Kosten die vorgenannten Mietobergrenzen überschreiten, können innerhalb einer Frist, die unter Beachtung Ihrer persönlichen Situation mit Ihnen vereinbart wird (in der Regel 6 Monate), zunächst die tatsächlichen Kosten übernommen werden. Gleichzeitig haben Sie in diesem Zeitraum Gelegenheit, Ihre Kosten auf den angemessenen Mietpreis durch Wohnungswechsel oder Untervermietung zu senken. 

Wie kann ich meine Bemühungen zur Kostensenkung nachweisen?
Bewerben Sie sich regelmäßig auf geeignete Wohnungsangebote in den Tageszeitungen, Anzeigenblättern oder Internetportalen und sammeln  hierüber Belege und nachvollziehbare Aufzeichnungen. Gleiches gilt für beabsichtigte Untervermietungen.
Sie können beim Wohnungsamt einen Wohnberechtigungsschein beantragen und sich dort und bei Düsseldorfer Großvermietern als Wohnungssuchend melden. Eine Übersicht finden Sie im Dokument  Wohnungsanbieter.

Gelingt es Ihnen trotz umfassender Bemühungen innerhalb der vereinbarten Frist nicht, die Mietkosten zu senken, kann die Frist verlängert werden.

Allerdings kann in Fällen, in denen ernsthafte  Bemühungen um eine Mietsenkung nicht erkennbar sind, nach Ablauf der vereinbarten Frist nur noch der angemessene Betrag übernommen werden. 

Im Einzelfall kann von einer Senkung der Mietkosten abgesehen werden, z.B. wenn bereits ein Arbeitsvertrag vorliegt und das Ende des Leistungsbezuges kurzfristig bevorsteht oder wenn  gesundheitliche Gründe einen Umzug zunächst verhindern.

Was muss ich bei einem Umzug beachten?

Wenn Sie während des Leistungsbezuges einen Umzug planen, teilen Sie bitte den Wohnungswechsel rechtzeitig Ihrem Jobcenter mit und lassen sich bereits vor Abschluss eines neuen Mietvertrages die Zustimmung zur Anmietung einer neuen Wohnung ausstellen.

Erfolgt ein Umzug ohne Absprache, kann die Übernahme weiterer Kosten (z.B. Kaution, Mietkosten für Umzugswagen, Einzugsrenovierung usw.) und die Anerkennung einer gegebenenfalls höheren Miete abgelehnt werden.

Einem Umzug, der mit Kosten verbunden ist, wird zugestimmt, wenn er erforderlich ist (z.B. bei Familienzuwachs wird eine größere Wohnung benötigt) und die Miete für die neue Wohnung angemessen ist.

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