Was ist Einkommen?

Zum Einkommen zählen sämtliche Einnahmen in Geld oder Geldwert, die Ihnen oder den Mitgliedern Ihrer Bedarfsgemeinschaft während des Bezugs von Leistungen zufließen. § 11 SGB II
Einkommen wird auf Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld angerechnet, um damit Ihre Hilfebedürftigkeit zu vermeiden, zu beenden oder zu vermindern.
Bitte geben Sie deshalb jegliches Einkommen für sich und alle anderen Personen  in der Bedarfsgemeinschaft bei der Antragstellung oder im laufenden Leistungsbezug an.

Zum Einkommen zählt z.B.

  • Lohn oder Gehalt aus Erwerbstätigkeit (geringfügige oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, Einkommen aus Selbständigkeit)
  • sog. vorrangige Leistungen (Arbeitslosengeld I, Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Übergangsgeld, Kindergeld, Elterngeld, Unterhaltszahlungen, Renten)
  • Kapital- oder Zinserträge
  • Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung

Was gilt nicht als Einkommen? § 11a SGB II

  • Grundrenten nach dem Bundesversorgungsgesetz
  • Blindengeld, Gehörlosengeld
  • zweckgebundene Leistungen öffentlicher Träger, z. B. in
    BAföG-Leistungen enthaltene Beträge für Fahrtkosten, Lernmittel, usw.)
  • zweckgebundene Einnahmen, wie z. B. Arbeitnehmersparzulage, vom Arbeitgeber zusätzlich zum Lohn gezahlte Vermögenswirksame Leistungen, Wohnungsbauprämien

Freibeträge
Bei Einkommen aus Erwerbstätigkeit werden Freibeträge berücksichtigt. § 11b SGB II Ein sogenannter Grundfreibetrag in Höhe von 100,00 EUR ist bei der Ausübung einer Erwerbstätigkeit immer anrechnungsfrei.
Bei darüber hinausgehendem Erwerbseinkommen bleiben weitere Freibeträge anrechnungsfrei:
Bei darüber hinausgehendem Erwerbseinkommen bleiben weitere Freibeträge anrechnungsfrei:
20% für den Teil des Erwerbseinkommens, das 100 Euro übersteigt und nicht mehr als 1000 Euro beträgt
10% für den Teil des Erwerbseinkommens, das 1000 Euro übersteigt und nicht mehr als 1200 Euro (mit Kindern 1500 Euro) beträgt.

Weitere Informationen zur Anrechnung von Einkommen und häufig gestellte Fragen finden Sie auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit

Was ist Vermögen

Auch Vermögen wird zur Vermeidung, Beendigung oder Verminderung der Hilfebedürftigkeit auf Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld angerechnet. §12 SGB II
Wenn Sie einen Antrag auf Leistungen gestellt haben, prüft das Jobcenter, ob Sie oder die weiteren Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft über verwertbares Vermögen (im In- oder Ausland) verfügen.

Vermögen ist dann verwertbar, wenn es für den Lebensunterhalt verwendet werden kann oder sein Geldwert durch Verbrauch, Verkauf, Beleihung, Vermietung oder Verpachtung nutzbar gemacht werden kann. Nicht verwertbar sind Vermögensgegenstände, über die Sie nicht frei verfügen können, z. B. bei Pfändungen. Geben Sie deshalb bitte jegliches Vermögen für sich und alle anderen Personen in der Bedarfsgemeinschaft bei der Antragstellung an.

Folgende Vermögensgegenstände werden beispielhaft angerechnet:

  • Bargeld,
  • Guthaben auf Girokonten, Sparbücher o. ä.
  • Wertpapiere, Aktien, Fondanteile
  • Bausparguthaben
  • Lebens- und Rentenversicherungen
  • Kraftfahrzeuge
  • Wertgegenstände (z.B. wertvolle Schmuckstücke, Sammlungen oder Gemälde)
  • Immobilien

Folgende Vermögenswerte werden nicht berücksichtigt:

  • angemessener Hausrat
  • angemessenes Kraftfahrzeug im Wert von bis zu 7.500,00 EUR für jede erwerbsfähige Person in der Bedarfsgemeinschaft
  • angemessene, selbst bewohnte Immobilie einschließlich Grundstück

Freibeträge
Haben Sie oder die Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft Vermögenswerte, die zu berücksichtigen sind, werden hierauf Freibeträge gewährt. Dadurch bleiben Vermögenswerte ganz oder teilweise unberührt.
Der Freibetrag pro Person in der Bedarfsgemeinschaft beträgt 150,00 EUR pro Lebensjahr, mindestens aber 3.100 Euro.
Er ist begrenzt auf einen Höchstbetrag, der abhängig vom Lebensalter des Leistungsberechtigten ist.
Zusätzlich wird pro Person in der Bedarfsgemeinschaft ein Freibetrag in Höhe von 750 Euro für einmalige Anschaffungen und Reparaturen gewährt.

Für Vermögen, das der Alterssicherung dient, z. B. Renten und Lebensversicherungen, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen gesonderte Freibeträge.

Weitere Informationen zur Anrechnung von Vermögen finden Sie auf den Seiten der    Bundesagentur für Arbeit

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