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Pressemitteilung, Neuigkeiten Minister Laumann besucht das Jobcenter Düsseldorf

Inklusion ist eine Frage der Haltung

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann und BA-Geschäftsführer Torsten Withake informierten sich bei einem Besuch im Jobcenter Düsseldorf über Best-Practice-Beispiele bei der Vermittlung behinderter Menschen in Arbeit.  

Das Jobcenter Düsseldorf hat im März als erstes Jobcenter in Nordrhein-Westfalen eine Rahmenvereinbarung zur Verbesserung der beruflichen Chancen von Arbeitsuchenden mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen unterzeichnet. Dieser Vereinbarungen zwischen dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und der kommunalen Spitzenverbände sind mittlerweile 44 weitere Jobcenter beigetreten.

Die Jobcenter haben sich zu konkreten Maßnahmen verpflichtet, die vom Bau einer rollstuhlgerechten Eingangszone im Jobcenter über die Einführung von Gesundheitsmodulen bei Fördermaßnahmen bis hin zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Belange behinderter Menschen reichen.

„Auch wenn die Zahl der schwerbehinderten Menschen in Beschäfti-gung ansteigt, haben wir nach wie vor keine echte Chancengerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt“, so Laumann: „Wir verkennen systematisch die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft dieser Menschen. Sie stehen im Betrieb genauso ihren Mann oder ihre Frau wie andere, nichtbehinderte Beschäftigte. Inklusion ist eine Frage der Haltung, die im Kopf entschieden wird. Ich werde nicht nachlassen, dies immer wieder anzusprechen.“

„Kompetenzen und Erfahrungen eines Menschen in den Mittelpunkt zu rücken, nicht zuerst die Behinderung zu sehen, ist das Ziel in der Beratung der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter in NRW. Personalentscheidungen sollten sich konsequent daran orientieren, welches Potenzial ein Bewerber, eine Bewerberin mitbringt“, erklärt Torsten Withake. „Ich wünsche mir für die Zukunft, dass die Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt ganz selbstverständlich wird.“

Auch im Jobcenter Düsseldorf ist diese Strategie fester Bestandteil der täglichen Beratungsarbeit. „Im Gespräch mit Arbeitgebern haben wir zu oft darauf geschaut, was die arbeitsuchenden Menschen, insbesondere, wenn sie schwerbehindert sind, nicht können“, erläutert Ingo Zielonkowsky, der Leiter des Jobcenters. „Heute fokussieren wir uns auf das, was die Menschen können, auf ihre Stärken, und damit sind wir sehr erfolgreich“.

In Nordrhein-Westfalen sind derzeit knapp 48.000 Schwerbehinderte arbeitslos. Das sind 7,2 Prozent aller Arbeitslosen. Der Anteil schwerbe-hinderter Menschen an den Beschäftigten liegt bei 5,2 Prozent (Privat-wirtschaft ohne öffentliche Arbeitgeber: 4,7 Prozent). Nordrhein-Westfalen ist damit hinter Berlin das Bundesland mit dem höchsten Anteil von Beschäftigten mit einer Schwerbehinderung.

Presseberichte zur Veranstaltung:

Jobcenter will mehr Behinderte vermitteln (Rheinische Post)

Appell an Arbeitgeber: mehr Jobs für Schwerbehinderte (Westdeutsche Zeitung)

Begrüßung durch Ingo Zielonkowsky

Minister Laumann im Gespräch mit einer Kundin....

...und mit Mitarbeitenden des Reha-Teams,

...bei der Pressekonferenz mit Torsten Withake (RD NRW, links)

...und mit Arbeitsvermittlerin Michaela Gurzinski und ihrem Blindenführhund Bella